Aktien Analyst am Telefon: analysiert DAX - Chart mit Partner
StockBrowser
Idee und Systembeschreibung

Themenübersicht



Idee


Die Idee, den StockBrowser zu entwickeln, entstand 2002, als die Aktienkurse Monat für Monat weiter fielen und jeder postulierte Widerstand spätestens nach einer Woche Makulatur war.

Wir suchten nach einer Methode, mit sehr geringem zeitlichen Aufwand eine hohe Anzahl von Aktien-Kursen täglich auf eine mögliche Bodenbildung hin zu untersuchen, um so günstige Einstiegskurse zu finden. Durch eine farbliche Kennzeichnung der Kursbewegungen sollte die Marktbeobachtung sehr einfach und übersichtlich gestaltet werden. Bei unserer Auswahl wollten wir uns nicht auf die Empfehlungen von Banken und Investment-Unternehmen verlassen, sondern eine neutrale und unabhängige, möglichst objektive Position beziehen. Die Computer hatten inzwischen auch im Privatbereich ausreichende Rechenleistung, und das Internet war mit DSL akzeptabel schnell geworden. Aktienkurse online inklusive Finanznachrichten, überhaupt alles rund um das Thema Börse konnte so viel umfassender und aktueller als noch vor wenigen Jahren von jedem Handelsplatz der Welt über das Internet beschafft werden.
Nach einer etwa viermonatigen Lösungssuche hatten wir fast alle gängigen Methoden der technischen Wertpapieranalyse, die wir im Internet finden konnten, über Bord geworfen. Mit unseren jetzigen Erfahrungen ist es dabei keine Frage, welche Chartanalyse man benutzt oder welche Chartanalysen miteinander kombiniert werden. Das Problem liegt hier nach der ganz subjektiven Meinung aller, die an der Entwicklung von StockBrowser mitgearbeitet haben an der Tatsache, dass sich Chartanalysen (wenn sie nicht gerade auf einen Index oder Fond angewendet werden) immer nur für eine bestimmt Aktie benutzt werden, bestenfalls noch im Vergleich zwischen zwei Aktien oder im Vergleich Aktie zum Index.
Der Welt-Finanzmarkt insgesamt mit seinen globalen Einflüßen auf jede einzelne Aktie kann so mit der Betrachtung durch Chartanalysen gar nicht erfasst werden. Warum sind an manchen Handelstagen an der Börse mehr als 80% aller Aktien im Minus, um dann am folgenden Handelstag wieder 80% Gewinner zu haben? Nun ist es an dieser Stelle zuviel erwartet, StockBrowser könne eine tagesaktuelle Bewertung des internationen Finanzmarktes bieten, Zinsentscheidungen, Rohstoffpreise, wenigstens die wichtigsten Währungen gleich mit analysieren. Aber zumindest für die 160 deutschen Aktien, die im StockBrowser bewertet werden, haben wir nach Methoden gesucht, die allgemeine Richtung des Aktienmarktes als Grundlage für die Bewertungsmaßstäbe jeder einzelnen Aktien anzusetzen.
Von der klassichen Chartanalyse blieb allein die Ermittlung der Mittelwerte der gleitenden Durchschnitte einer Aktie übrig. Für eine sichere Entscheidung sind diese Mittelwerte aber wenig hilfreich, da ein möglichst stetiger Verlauf nur erreicht werden kann, wenn die Anzahl der zugrundeliegenden historischen Tageskurse einer Aktie sehr groß ist. Dann aber hat dieser Mittelwert wenig mit dem aktuellen Kursverlauf zu tun. Die Wendepunkte dieser Kurven beschreiben also lediglich ein Kursverhalten der Vergangenheit. Durchgesetzt haben sich vor allem die 30- und die 200-Tagelinie.

Wir wollten aber ein System, das uns täglich aktuell Aktien-Empfehlungen zuverlässig aussuchen kann. An der Antwort auf dieses Problem arbeiteten wir weitere zwei Monate.
Bei unserern Recherchen im Internet fanden wir dann auch solche Themen wie Approximation von Aktienkursen als eine Methode der Finanzmathematik der Universität Leipzig. Die Methoden der sukzessiven Approximation waren mir noch aus meinen eigenen Statistikseminaren während meines Mathematikstudiums an der Humboldt-Unviversität bekannt. Das war für uns ein neuer Ansatzpunkt!
Wir entwickelten einen statistischen Algorithmus, der nach einem Zufallsprinzip eine konstante Menge an historischen Aktienkursen aus verschiedenen gleitenden Durchschnitten einer Aktie aussucht. Diese zufällig ausgewählten Aktienkurse stehen gewissermaßen als Repräsentanten aller Aktienkurse dieses Titels im untersuchten Zeitraum. Um Sie vergleichbar zu machen, wird die Frage beantwortet, ob diese ausgesuchten Tageswerte größer oder kleiner als ihre Vorgänger sind. Dadurch konnten wir die Anzahl der Einzelwerte eines gleitenden Durchschnittes und damit dessen "Trägheit" stark verringern. Um uns vor Fehlinterpretationen zu schützen, wird die Befragung in gleicher Art nach dem Zufallsprinzip mehrmals wiederholt. Eine auf diese Art und Weise gefundene Seitwärtsbewegung wird am Ende einer Zeitspanne mit fallenden Kursen von uns als Bodenbildung interpretiert. Allerdings mussten wir uns von der Idee verabschieden, diese Untersuchung statistisch so abzusichern, dass wir von dieser Bodenbildung auf einen künftigen steigenden Kurs schließen können. StockBrowser ist eine Zustandsbeschreibung der aktuellen Aktienbewegungen und keine Aktienprognose! Mit einer verlässlichen Beschreibung des Ist-Zustandes ist uns aber mehr geholfen als mit einer unsicheren Aktienprognose.

Das Problem der Aktenbewertung besteht vor allem darin, subjektive Meinungen durch konkrete Zahlen zu ersetzen. Um eine allgemeingültige Formel zu entwickeln, die auf alle Aktien gleichermaßen angewendet werden soll müssen Parameter gefunden werden, die von der Mehrheit der Nutzer akzeptiert werden, weil sie den größtmöglichen Anlageerfolg erzielen.

Aber wer hat schon die Wahrheit für sich gepachtet, festzulegen dass beispielsweise eine zufällige Baumgruppe ab 5000 Bäumen als Wald gilt? Die ersten Berechnungen der Aktienbewegungen erfolgten mit empirischen Parametern. Es ist naheliegend, dass diese nicht unbedingt zu einem optimalen Anlage-Ergebnis führen. Durch die Methoden der sukzessiven Approxiomation konnten alle Parameter optimiert werden. Die gefundenen Werte erlauben jetzt statistische Aussagen darüber, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kursverlauf aus einer Seitwärtsbewegung in einen Kursanstieg übergeht.

Diese Optimierung führte zu der für uns logischen Konsequenz, das Ergebnis der Optimierung in zwei verschiedenen Depots zu dokumentieren. Die Anlage-Optimierung hatte zuerst nur das Ziel, den maximalen Anlageerfolg pro Trade statistisch abzusichern und gab dem Aktien-Depot maxTrade seinen Namen. Wie so oft im Leben gibt es aber auch bei Anlageentscheidungen nicht nur eine Wahrheit. Hinter beiden Musterdepots stehen zwei verschiedene Anlagestrategien. Entscheidend für die Wahl der Depots war für uns die Feststellung, dass ein Anleger, insbesondere der Privatanleger mit einem Anlagebetrag von 20.000 € seine Anlageentscheidungen anders treffen muss als jemand, der 200.000 € anlegen kann. Der Privatanleger mit einem Kapital von 20.000 € kann sein Aktien-Risiko wesentlich schlechter streuen und muss deshalb versuchen, mit relativ wenigen Trades ein maximales Anlage-Ergebnis zu erzielen. Den 200.000 € - Anleger würde dieses Ergebnis aber wenig überzeugen, da bei ihm der größte Teil seines anlegbaren Kapitals gar nicht zum Einsatz gekommen wäre. Deshalb wurde das Depot maxResult als Anlagealternative für Viel-Trader entwicklelt.

(Alternativen zu Aktien als Kapitalanlage werden im StockBrowser nicht untersucht !)

Im Menu Depot - Historie finden Sie die Ergebnisse der beiden Depots in den Jahresberichten detailiert beschrieben.

Wir müssen aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass jeder Aktienkauf bei dieser Vorgehensweise im statistischen Sinne ein Test ist. Eine Aktien-Empfehlung aus fundamentaler Hinsicht ist darin nicht enthalten. Ebenso werden tagespolitische Ereignisse bzw. letzte Meldungen zu einer Aktie nicht in die Berechnungen einbezo-
gen. Der Begriff Aktien-Empfehlung ist aber allgemein üblich. Im statistischen Sinn sprechen wir aber nicht von Empfehlung sondern von Test - in dem Bewußtsein, daß dieser Test auch ungünstig verlaufen kann. An der Relation zwischen Risiko und Chance an der Börse kommt auch StockBrowser nicht vorbei.
Eine Aktien-Empfehlung mit einem konkreten Kursziel werden wir bei StockBrowser niemals aussprechen. Sie entlasten sich aber bei Ihrer täglichen Durchsicht aller aktuellen Kursbewegungen erheblich, wenn Sie wissen, auf welche Titel Sie Ihre besondere Aufmerksamkeit lenken sollten. Um unvoreingenommen täglich jeden Tag 160 Aktien-Positionen gleichberechtigt zu prüfen, würden Sie fast 3 Stunden benötigen, um sich mit jedem Titel wenigstens eine Minute lang zu beschäftigen Der große Vorteil dieser Methode liegt in seiner emotionslosen numerischen Unbestech-
lichkeit, in der Geschwindigkeit der Analyse und in der damit verbundenen Sicht auf den globalen Finanzmarkt für Aktienkurs-Bewertungen.

Das Expertenwissen aus den verschiedensten Bereichen des Aktienmarktes wie Betriebswirtschaft - insbesondere Geldpolitik, innovative Technologien, Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Gold, Kupfer, Globalisierung und Konsumverhalten, Klimawandel und Umweltverschmutzung .....die Liste wird immer länger. Sie können nicht überall und auf jedem Gebiet Experte sein! Deshalb haben wir unsere Anlageentscheidungen mit StockBrowser auf Statistik und Logik reduziert.

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Warum wird StockBrowser auch in Zukunft funktionieren ?

Das Modell wertet mit verschiedenen Parametern einen Anlage-Zeitraum des Aktienmarktes von inzwischen sieben Jahren mit statistischen Mitteln aus. Durch sukzessive Approxiomation wird das Betrachtungsfenster immer weiter verkleinert und endet schließlich beim aktuellen Handelstag. Da die Berechnung nach Handelsschluss erfolgt, ist dieser aber auch nur noch historisch betrachtbar.
Der nächste Handelstag nach jedem einzelnen Zeitfenster ist dadurch bei der Berechnung immer Zukunft, weil im Zeitfenster bei der Berechnung ausgeschlossen - auch, wenn er für uns bereits x Monate zurückliegt und eigentlich bekannt ist. Auf diese Art und Weise wird Datenmaterial von 160 Aktien aus 7 Jahren berechnet. Das sind rund 400.000 einzelne Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen am Aktienmarkt. Privatanleger mit 100 Aktientrades pro Jahr würde für diese Erfahrungen 4000 Jahre Aktienhandel benötigen, Vieltrader mit 10 Anlageentscheidungen pro Handelstag immerhin noch rund 200 Jahre. Hier setzten wir das Prinzip der großen Zahlen an und sagen, wenn wir bei diesen 400.000 Anlageentscheidungen ein positives Gesamtergebnis in der Vergangenheit erzielt haben, können wir die ermittelten Parameter auch in der Zukunft mit sehr ähnlichen statistischen Erwartungen anwenden. Auch, wenn wir tagespolitische und wirtschaftliche Ereignisse in diesem System nicht explizit berücksichtigen, so sind diese doch implizit in den untersuchten Kursverläufen am Aktienmarkt mit einkalkuliert worden.
Wenn eine Aktien-Position nicht gekauft wurde, entscheidet sich StockBrowser täglich neu für oder gegen den Kauf, wenn diese Position im Musterdepot ist, täglich neu für oder gegen einen Nachkauf oder Verkauf dieser Aktie.

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Methoden der Trendanalyse

Die Methode der Trendanalyse ist auf folgenden Annahmen aufgebaut:

  • ein Aktientrend hat die Tendenz, eine einmal eingeschlagene Richtung beizubehalten ("Self-Fulfilling Prophecy")
    etwas gehässig auch "Herdentrieb"
  • zwischen zwei Extrempunkten am untersuchten Aktienkursverlauf wird eine Verbindunglinie gezogen.
    Soweit so gut, aber jetzt kommt der hypotetische Ansatz: Die Gerade, die diese beiden Punkte durchläuft, wird in die Zukunft verlängert.
  • hat die Gerade einen positiven Anstieg, liegt ein Aufwärtstrend vor. Bei negativem Anstieg hat diese Aktie einen Abwärtstrend.
  • Kritik an dieser Methode: es ist jedem Analysten freigestellt, in welchem Zeitraum er die Extrempunkte ansetzt. dadurch sieht diese Methode auf dem Rechenpapier auch immer sehr schön überzeugend aus. Wenn man den Betrachtungszeitraum vergrößert oder verkleinert, kommt man allerdings zu einer Geradenschar von Trends, bei der - eine entsprechende Volatilität der Aktie vorausgesetzt - Geraden mit Anstiegen zwischen -∞ und +∞ liegen und beliebige Trendrichtungen anzeigen.
    Aber auch dafür gibt es Argumente:
    Trend 1. Ordnung, Trend 2. Ordnung, Trend 3. Ordnung, ...., &infin+1. Ordnung, bzw. Primärtrend, Sekundärtrend (Dow-Linie), Tertiärtrend usw.
  • Wahr ist, das rund 85% der Anleger von der Trendanalyse überzeugt sind und mit ihren Kaufentscheidungen bzw. Verkaufsentscheidungen natürlich auch Einfluß auf den Aktienkurs ausüben (warum sagt man eigentlich "the trend is my friend!" und nicht "the trend will be my friend!" ?). Da sich beim Aktienkauf ja Käufer und Verkäufer direkt gegenüberstehen, muß nach der Logik der Trendfolge der Eine die Chartanalyse mit dem Aufwärtstrend und der Andere die Chartanalyse mit dem Abwärtstrend erwischt haben.
  • Selbst Befürworter der Trendanalyse geben zu, daß die Übergänge zwischen Aufwärtstrend, Abwärtstrend und Seitwärtstrend bei jedem Aktienkurs in der Regel fliessend sind, und Kaufsignale bzw. Verkaufssignale durch die Glättung der Aktienkurse in gleitenden Durchschnitten oft zu spät kommen.
Wie verhält sich ein typischer Anleger nach der Trendanalyse? Im angenommenen Aufwärtstrend:
  • Anleger verkaufen an Widerstandslinien (Dispositionseffekt)
  • Anleger kaufen unterhalb angenommener Unterstütungslinien
  • Anleger verkaufen, wenn Unterstützungslinien nach unten hin durchbrochen werden
Alles klar ? Wo bitte beginnt unterhalb der Unterstützungsline - soll ich nun an der Unterstütungslinie kaufen oder verkaufen ?

Dispositionseffekt: Aktien im Plus zu früh wieder abzustoßen und im Minus zu lange festzuhalten. Verluste werden dagegen mit der Hoffung nicht rechtzeitig realisiert, eine Kursschwäche bis zur Kurserholung aussitzen zu können.
Bei fallenden Aktienkursen wird dadurch bewusst oder unbewusst ein höheres Risiko eingegangen als bei steigenden Aktienkursen. Besser wäre es doch, bei steigenden Aktienkursen ein höheres Risiko einzugehen bzw. mindestens wenigstens das gleich große Risiko.

Die statistiche Analyse der Aktienbewegungen im StockBrowser hat diesen Dispositionseffekt überwunden durch:
  • klare, einheitliche Regeln für einen emotionsfreien Aktienkauf und Aktienverkauf
  • feste Anlagehöhe für jeden! Trade und die Regel, maximal einen Nachkauf pro Trade zuzulassen
  • Nachkauf als Aufwärtstrendbestätigung, aber nicht im Abwärtstrend
  • statistisch optimierte StoppLoss-Regeln

Die Performance-Entwicklung in den Musterdepots zeigt deutlich, daß die Risikoverteilung zwischen Anzahl der Kaufentscheidungen in einer Hausse zu den Kaufentscheidungen in einer Baisse an der Börse bei rund 10 zu 1 im StockBrowser liegt!



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Methode der Fundamentlanalyse

Auch wenn sich StockBrowser bei der fundamentalen Aktienanalyse von dem Gedanken leiten läßt, daß in den untersuchten Aktienkurs bereits alle Fundamentaldaten berücksichtigt wurden, so geben wir hier doch die wichtigsten Grundlagen der Fundamentalanalyse für die Bewertung der Aktienkurse an. Vielleicht kann man die Diskussion Fundamentalanalyse vs. technischer Analyse nach folgender Vereinbarung abschließen: Die Fundamentalanalyse bezieht sich auf die betriebswirtschaftliche Situation der Aktiengesellschaft selbst, die technische Analyse auf die reine Interpretation der Aktienkurse.

Unter diesem Gesichtspunkt hat die Fundamentalanalyse auch ihre absolute Berechtigung. Wie man schnell merkt, sind fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse für den Anlager von Vorteil.

Die Bewertung einer Aktie nach der Fundamentlanalyse ist auf folgenden Mehoden und Modellen aufgebaut:

1. Barwert-Modelle
  • Ertragswertmethode - Diskontierung des Ergebnisses je Aktie
    Ermittlung:
    + Jahresüberschuss/-fehlbetrag
    + Bereinigungspositionen im Anlagevermögen
    + Bereinigungspositionen im Umlaufvermögen
    + Bereinigungspositionen bei den Passiva
    + Bereinigungspositionen von Fremdwährungs- und sonstigen Einflüssen
    + Adjustiertes Ergebnis je Aktie im Falle von Kapitalmaßnahmen

  • Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF) - Diskontierung des Free Cash-Flow
    Ermittlung:
    + Jahresüberschuss/-fehlbetrag
    + Abschreibungen
    + Veränderungen der Sonderposten mit Rücklagenanteil

    Bemerkung: Der frei zur Verfügung stehende Cash-Flow je Aktie wird hier abgezinst. Der Cash-Flow ist bilanzpolitisch dadurch nicht beeinflussbar und hat eine bessere Aussagekraft für langfristig orientierte Betrachtungen.

  • Modifizierte DCF-Methode = DCF + Realoptionen
    zur oben angeführten DCF-Methode werden mögliche Handlungsoptionen des Unternehmens in die "Modifizierte DCF-Methode" zur Bewertung zusätzlich einbezogen.
    Versprechen diese Handlungsoptionen eine mögliche Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Unternehmens wird demzufolge eine Wertstiegerung desselben und damit seine Aktie erwartet.


2. Multiplikator-Modelle
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV, bzw. engl.: Price-Earnings-Ratio
    Berechnung:
    KGV=Kurs der Aktie/Gewinn je Aktie oder
    KGV=Marktkapitalisierung/Gewinn mit
    Marktkapitalisierung=Kurs der Aktie * augegebene Stückzahl

  • PEG oder dynamischer KGV ist ist eine modifizierte Kennzahl um branchenspezifische Unterschiede zu berücksichtigen
    Dabei bedeutet PEG: "Price-Earnings-to-Growth-Ratio". Man kann auch sagen das KGV in Relation zum Wachstum (der untersuchten Branche).
    Unterschied zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (s.o.):
    je höher die künftige Wachstumsrate, desto größer kann das KGV in dieser Branche ausfallen.
    Beispiele:
    KGV = Langfristiges Wachstum = 1
    KGV > 1dann gilt das Unternehmen als relativ teuer
    KGV < 1 dann ist die Bewertung des Unternehmens günstig

  • Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV)
    Berechnung:
    KCV=Aktienkurs/Cash-Flow pro Aktie oder
    KCV=Marktkapitalisierung/Cash-Flow mit:
    Marktkapitalisierung=Kurs der Aktie * augegebene Stückzahl

  • EV / EBITDA-Ratio Ist eine Kennzahl, die in den USA schon sehr lange verwendet wird, Abkürzung für: "Earnings Before Interest, Tax, Depriciation and Amortization".
    EBITA bedeutet, die Bereinigung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um Faktoren wie Steuer, Abschreibungen, betriebsfremde Einnahmen, betriebsfremde Ausgaben
    Ermittlung:
    + Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Earnings)
    + Nettozinszahlungen (Interest)
    + Steuern (Taxes)
    + Abschreibungen (Depreciation / Amortization)

  • Umsatzmultiplikator (Cap / Sales-Ratio)
    Ermittlung:
    Umsatzmultiplikator=Marktkapitalisierung/Umsatz mit
    Marktkapitalisierung=Kurs der Aktie * augegebene Stückzahl

    Diese Methode wird insbesondere für junge high-tec-Unternehmen angewendet, die sehr hohe Aufwendungen für Forschung und Ebtwicklung aufweisen und (noch) keinen Gewinn erwirtschaften, bsw. Biotech-Unternehmen. Mann könnte auch sehr direkt fragen:"Verkaufen Sie denn überhaupt etwas" Spekulative Blasen wie der Niedergang am Neuen Markt inklusive.


Unter der Überschrift: "Zucker im Kaffee" fanden wir im Wirtschaftsteil der Zeitung "Die Zeit" vom 22. Juni 2006 den folgenden Beitrag, den wir hier ausnahmsweise vollständig wiedergeben, weil er unsere Meinung zum Thema Aktienprognose bzw. Aktienanalyse treffend beschreibt:

"Analysten lieben es, den künftigen Börsenwert von Aktien möglichst genau vorherzusagen - doch solche Kursziele sind kaum mehr als Spökenkiekerei, sagt unser Kolumnist Thomas Hammer im aktuellen Querdax. Das Kursziel der Aktie des finnischen Handykonzerns Nokia liege bei 21,30 Euro, hieß es vor ein paar Tagen in der Kaufempfehlung einer Investmentbank. Solche Kursziele sind in Analystenkreisen gang und gäbe - aber bei näherer Betrachtung drängen sich gleich ein paar Fragen auf. Wie werden Kursziele überhaupt ermittelt? Warum liegt das Nokia-Kursziel gerade bei 21,30 Euro und nicht bei 21,10 Euro oder - passend zu den Discounterpreisen für Handys - bei 24,99 Euro? Wann genau soll die Aktie das Ziel erreichen? Und: Was für einen Sinn haben Kursziele überhaupt? Die Berechnung des Kursziels hängt davon ab, welcher Börsenkonfession der Analyst angehört: Charttechniker gehen ganz anders vor als Fundamental-Analysten. Bei der Charttechnik werden die verschiedenen Kurven - Kursentwicklung, Durchschnittskurse und Trendkanäle - so lange übereinander gelegt, bis eine gefällige Zahl dabei herauskommt. Die Fundamental-Analysten versuchen hingegen, das Unternehmen auf Basis seiner Gewinne zu bewerten. Besonders beliebt ist dabei als Berechnungsmethode der Discounted Cashflow (DCF) in Kombination mit dem Economic Profit. Dabei wird zunächst der zukünftig erwartete Cashflow betrachtet. Diese Messzahl ist gut geeignet, um die finanzielle Ertragskraft eines Unternehmens darzustellen. Im Gegensatz zum Nettogewinn bleiben Abschreibungen außen vor, weil diese nicht mit einem Geldabfluss verbunden sind. Investitionen werden hingegen in voller Höhe im Anschaffungsjahr abgezogen. Um den Economic Profit zu berechnen, werden vom künftigen Cashflow noch die Kapitalkosten abgezogen. Sie stellen die Mindestrendite dar, die ein Investor von seinem Eigenkapital erwartet. Ein Beispiel: Ein Unternehmen hat eine Million Euro Eigenkapital, die Kapitalkosten liegen bei zehn Prozent und der Cashflow beträgt geschätzte 120.000 Euro. Nach Abzug der Kapitalkosten von 100.000 Euro liegt der Economic Profit somit bei 20.000 Euro. Bei der Betrachtung auf mehrere Jahre wird der Economic Profit abdiskontiert, auf dass sich eine Antwort finde auf die Frage: Wieviel Geld würde ein Aktienkäufer heute ausgeben, angesichts des in fünf oder zehn Jahren zu erwartenden Cashflows? Ganz grob könnte man folglich sagen, dass die Bewertung ähnlich funktioniert wie ein abgezinster Sparbrief, wo beim Kauf die zukünftigen Zinsen vom Nennwert abgezogen werden. Zwar ergeben diese Methoden eindrucksvolle Zahlen - aber die sind in der Realität ziemlich nichtssagend. Bei der Chart-Methode ergeben sich fast täglich neue Kurse und Kanäle, so dass je nach Entwicklung der Aktie nach einigen Tagen oder Wochen das Kursziel Makulatur ist. Ähnlich kann es bei der fundamentalen Berechnungsweise sein. Wenn das Unternehmen seine Gewinnprognose ändert, steigt oder fällt auch der Economic Profit. Der gleiche Mechanismus setzt auch ein, wenn sich die Marktzinsen ändern - dann nämlich ändern sich auch die Erwartungen der Investoren bei der Mindestverzinsung des Eigenkapitals. In Zeiten niedriger Zinsen sind Investoren eher bescheiden. Die Folge: Der Economic Profit steigt, weil weniger Kapitalkosten abgezogen werden. Bei hohen Marktzinsen wird hingegen bei der Eigenkapitalverzinsung noch ein Extra-Plus erwartet, und angesichts steigender Kapitalkosten sinkt der Wert des Unternehmens. Dazu kommen noch die ständig wechselnden Trends an der Börse, in denen sich Kursziele oft so schnell auflösen wie Zucker in heißem Kaffee. Mit der Errechnung eines Kursziels kann ein Börsianer somit zwar seine Rechenkünste unter Beweis stellen. Doch selbst wenn der Kurs bis zur dritten Nachkommastelle ausgerechnet wird, gleicht das Kursziel einer Vorhersage, die man durch einen Blick in die Kristallkugel erstellt. Denn die wichtigste Frage - nämlich die, ob die Aktie den anvisierten Kurs jemals erreicht - bleibt unbeantwortet. Was sich nicht in Zahlen fassen lässt, sind Überraschungen jeglicher Art. Und die gibt es an der Börse im Überfluss. Thomas Hammer ist freier Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor in Ötisheim am Rande des Nordschwarzwalds. Er schreibt unter anderem für das Wirtschaftsressort der ZEIT und beobachtet die Kapitalmärkte mit skeptischem Blick."

Soviel zum Thema Aktienprognosen....
Wir haben deshalb unsere Anlageentscheidungen mit StockBrowser auf Statistik und Logik reduziert um objektiv und emotionsfrei die beste Performance im Aktienhandel zu erzielen.
Dabei geht es nicht darum, eine Aktienprognose über die künftige Kursentwicklung aufzustellen. Es geht im Grunde um die Frage, wie verhalte ich mich, wenn meine Aktienposition steigt, wie verhalte ich mich, wenn meine Aktienposition fällt.
Unter allen Börsensprüchen sind die folgenen beiden die einfachsten und zugleich die schwierigsten in der Umsetzung: "Billig kaufen, teuer verkaufen" sowie "Verluste rechtzeitig realisieren und Gewinne laufen lassen".
Aufgabe vonStockBrowser ist es, täglich in wenigen Minuten ohne aufwendige Chartanalyse zu einem perfekten Marktüberblick der bewerteten Aktienkurse zu kommen und unter Betrachtung der allgemeinen Lage am Aktienmarkt anhand des errechneten Risikos des untersuchten Aktienmarktes als Ganzes Aktien bei möglichst geringem Risiko¹ zu kaufen und die Verkaufsentscheidung!!! zu optimieren - nach dem Motto: Geldverdienen mit Aktien ja - Risiko gering!

Wenn Ihnen diese Idee gefällt, nutzen Sie das zum Probe-Abonnement Testangebot, und Sie haben Zugang zu allen tagesaktuellen Depots. Notieren Sie sich einfach entsprechend Ihres
finanziellen Spielraumes Kaufentscheidungen des StockBrowsers und warten Sie ab,
bis diese Positionen wieder verkauft werden. Auf diese Weise lernen Sie auch, den
zeitlichen Umfang, den Sie für den StockBrowser aufbringen wollen, einzuschätzen. Wir würden uns sehr freuen, Ihnen mit dem StockBrowser eine unabhängige Plattform der Aktienbeobachtung zur Verfügung stellen zu können.


Viel Erfolg wünsche ich Ihnen dabei in jedem Fall.

Dipl. Ing. Michael Kellner


¹ ) statistisch betrachtet, liegt das Risiko, die eingegangene Aktienposition mit Verlust zu verkaufen nach Abzug der Transaktionskosten je nach Zeitpunkt des untersuchten Aktienmarktes zwischen 35% und 50%. Falls das Risiko schon bei Kauf über 50% liegt, wird der Neukauf von Aktien eingestellt.
Entscheidend für den Anlageerfolg mit StockBrowser ist weiterhin die Verkaufsoptimierung. Verluste werden im Durschnitt bei -8% realisiert. Gewinne werden im Durchschnitt bei 20% realisiert. Selbst bei einer fifty-fifty-Chance bleibt dadurch auf der Gewinnerseite ein deutliches Plus :-).


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