Die Idee, den StockBrowser zu entwickeln, entstand 2002, als die Aktienkurse Monat für Monat weiter fielen und jeder postulierte Widerstand spätestens nach einer Woche Makulatur war.
Wir suchten nach einer Methode, mit sehr geringem zeitlichen Aufwand eine hohe Anzahl von Aktien-Kursen täglich auf eine mögliche Bodenbildung zu untersuchen, um so günstige Einstiegskurse zu finden. Durch eine farbliche Kennzeichnung der Kursbewegungen sollte die Marktbeobachtung sehr einfach und übersichtlich gestaltet werden. Bei unserer Auswahl wollten wir uns nicht auf die Empfehlungen von Banken und Investment-Unternehmen verlassen, sondern eine neutrale und unabhängige, möglichst objektive Position beziehen.
Nach einer etwa viermonatigen Lösungssuche hatten wir fast alle gängigen Methoden der technischen Wertpapieranalyse, die wir im Internet finden konnten, über Bord geworfen. Übrig blieb allein die Ermittlung der Mittelwerte der gleitenden Durchschnitte einer Aktie. Für eine sichere Entscheidung sind diese Mittelwerte aber wenig hilfreich, da ein möglichst stetiger Verlauf nur erreicht werden kann, wenn die Anzahl der zugrundeliegenden Tageskurse einer Aktie sehr groß ist.
Dann aber hat dieser Mittelwert wenig mit dem aktuellen Kursverlauf zu tun. Die Wendepunkte dieser Kurven beschreiben also lediglich ein Kursverhalten der Vergangenheit. Durchgesetzt haben sich vor allem die 30- und die 200-Tagelinie.
Wir wollten aber ein System, das uns täglich aktuell Aktienempfehlungen zuverlässig aussuchen kann. An der Antwort auf dieses Problem arbeiteten wir weitere zwei Monate. Wir entwickelten einen statistischen Algorithmus, der nach einem Zufalls-
prinzip eine konstante Menge an Einzelwerten aus verschiedenen gleitenden Durchschnitten einer Aktie aussucht.
Diese zufällig ausgewählten Aktienkurse stehen gewissermaßen als Repräsentanten aller Aktienkurse dieses Titels im untersuchten Zeitraum. Um Sie vergleichbar zu machen, wird die Frage beantwortet, ob diese ausgesuchten Tageswerte größer oder kleiner als ihre Vorgänger sind. Dadurch konnten wir die Anzahl der Einzelwerte eines gleitenden Durchschnittes und damit dessen Trägheit stark verringern. Um uns vor Fehlinterpretationen zu schützen, wird die Befragung in gleicher Art nach dem Zufallsprinzip mehrmals wiederholt.
Eine auf diese Art und Weise gefundene Seitwärtsbewegung wird am Ende einer Zeitspanne mit fallenden Kursen von uns als Bodenbildung interpretiert. Allerdings mussten wir uns von der Idee verabschieden, diese Untersuchung statistisch so abzusichern, dass wir von dieser Bodenbildung auf einen künftigen steigenden Kurs schließen können. StockBrowser ist eine Zustandsbeschreibung der aktuellen Aktienbewegungen und keine Aktienprognose! Mit einer verlässlichen Beschreibung des Ist-Zustandes ist uns aber mehr geholfen als mit einer unsicheren Aktienprognose.
Das Problem besteht vor allem darin, subjektive Meinungen durch konkrete Zahlen zu ersetzen. Um eine allgemeingültige Formel zu entwickeln, die auf alle Aktien gleichermaßen angewendet werden soll, müssen Parameter gefunden werden, die von der Mehrheit der Nutzer akzeptiert werden, weil sie den größtmöglichen Anlageerfolg erzielen.
Aber wer hat schon die Wahrheit für sich gepachtet, festzulegen, dass beispielsweise eine zufällige Baumgruppe ab 5000 Bäumen als Wald gilt? Die ersten Berechnungen der Aktienbewegungen erfolgten mit empirischen Parametern. Es ist naheliegend, dass diese nicht unbedingt zu einem optimalen Anlage-Ergebnis führen. Durch die Methoden der sukzessiven Approximation konnten alle Parameter optimiert werden.
Die gefundenen Werte erlauben jetzt statistische Aussagen darüber, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kursverlauf aus einer Seitwärtsbewegung in einen Kursanstieg übergeht.
Diese Optimierung führte zu der für uns logischen Konsequenz, das Ergebnis in zwei verschienenen Musterdepots zu dokumentieren. Die Anlage-Optimierung hatte zuerst nur das Ziel, den maximalen Anlageerfolg pro Trade statistisch abzusichern und gab dem Musterdepot maxTrade seinen Namen. Wie so oft im Leben gibt es aber auch bei Anlageentscheidungen nicht nur eine Wahrheit.
Hinter diesen beiden Musterdepots stehen zwei verschiedene Anlagestrategien. Entscheidend für die Erstellung dieser Musterdepots war für uns die Feststellung, dass ein Anleger, insbesondere der Privatanleger mit einem Anlagebetrag von 20.000 € seine Anlageentscheidungen anders treffen muss als jemand, der 200.000 € anlegen kann.
Der Privatanleger mit einem Kapital von 20.000 € kann sein Aktien-Risiko wesentlich schlechter streuen und muss deshalb versuchen, mit relativ wenigen Trades ein maximales Anlage-Ergebnis zu erzielen.
Den 200.000 € - Anleger würde dieses Ergebnis aber wenig überzeugen, da bei ihm der größte Teil seines anlegbaren Kapitals gar nicht zum Einsatz gekommen wäre. Deshalb wurde das Depot maxResult als Anlagealternative für Viel-Trader entwicklelt.
(Alternativen zu Aktien als Kapitalanlage werden im StockBrowser nicht untersucht !)
Im Menu Depot - Historie finden Sie die Ergebnisse der beiden Musterdepots in den Jahresberichten detailiert beschrieben.
Wir müssen aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass jeder Kauf bei dieser Vorgehensweise im statistischen Sinne ein Test ist. Eine Aktienempfehlung aus fundamentaler Hinsicht ist darin nicht enthalten. Ebenso werden tagespolitische Ereignisse bzw. letzte Meldungen zu einer Aktie nicht in die Berechnungen einbezogen. Der Begriff Aktienempfehlung ist aber allgemein üblich. Im statistischen Sinn sprechen wir aber nicht von Empfehlung sondern von Test - in dem Bewußtsein, daß dieser Test auch ungünstig verlaufen kann. An der Relation zwischen Risiko und Chance an der Börse kommt auch StockBrowser nicht vorbei.
Eine Aktienempfehlung mit einem konkreten Kursziel werden wir bei StockBrowser niemals aussprechen.
Sie entlasten sich aber bei Ihrer täglichen Durchsicht aller aktuellen Kursbewegungen erheblich, wenn Sie wissen, auf welche Titel Sie Ihre besondere Aufmerksamkeit lenken sollten. Um unvoreingenommen täglich jeden Tag 160 Titel gleichberechtigt zu prüfen, würden Sie fast 3 Stunden benötigen, um sich mit jedem Titel wenigstens eine Minute lang zu beschäftigen. Der große Vorteil dieser Methode liegt in seiner emotionslosen und numerischen Unbestechlichkeit, in der Geschwindigkeit der Analyse und in der damit verbundenen globalen Sicht auf den Gesamtmarkt.
Das Expertenwissen aus den verschiedensten Bereichen des Aktienmarktes wie Betriebswirtschaft - insbesondere Geldpolitik, innovative Technologien, Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Gold, Kupfer, Globalisierung und Konsumverhalten, Klimawandel und Umweltverschmutzung .....die Liste wird immer länger. Sie können nicht überall und auf jedem Gebiet Experte sein! Deshalb haben wir unsere Anlageentscheidungen mit StockBrowser auf Statistik und Logik reduziert.
Warum wird StockBrowser auch in Zukunft funktionieren ?
Das Modell wertet mit verschiedenen Parametern einen Anlage-Zeitraum des Aktienmarktes von inzwischen sieben Jahren mit statistischen Mitteln
aus. Durch sukzessive Approximation wird das Betrachtungsfenster immer weiter verkleinert und endet schließlich beim aktuellen Handelstag.
Da die Berechnung nach Handelsschluss erfolgt, ist dieser aber auch nur noch historisch betrachtbar.
Der nächste Handelstag nach jedem einzelnen Zeitfenster ist dadurch bei der Berechnung immer Zukunft, weil im Zeitfenster bei der Berechnung ausgeschlossen - auch, wenn er für uns bereits x Monate zurückliegt und eigentlich bekannt ist. Auf diese Art und Weise wird Datenmaterial von 160 Aktien aus 7 Jahren berechnet.
Das sind rund 400.000 einzelne Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen am Aktienmarkt. Privatanleger mit 100 Aktientrades pro Jahr würden dafür 4000 Jahre Aktienhandel benötigen, Vieltrader mit 10 Anlageentscheidungen pro Handelstag immerhin noch rund 200 Jahre.
Hier setzten wir das Prinzip der großen Zahlen an und sagen, wenn wir bei diesen 400.000 Entscheidungen ein positives Gesamtergebnis in der Vergangenheit erzielt haben, können wir mit den ermittelten Parameter auch in der Zukunft sehr ähnlichen statistischen Erwartungen entgegensehen. Auch, wenn wir tagespolitische und wirtschaftliche Ereignisse in diesem System nicht explizit berücksichtigen, so sind diese doch implizit in den untersuchten Kursverläufen am Aktienmarkt mit einkalkuliert worden.
Autoren dieser Seite: Max Giskra, Michael Kellner, Berlin
...im Folgenden wird der Seiteninhalt für beide Musterdepots
» Detail-Ansicht
» Detail-Ansicht
Kleines Börsenlexikon:
Bewegungen.
Die Musterdepots im StockBrowser verstehen sich nicht als Aktienfond!
Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungs-
aufsicht.
Vorteil: muß unverzüglich ausgeführt werden.
Nachteil: Billigst bedeutet insbesondere bei Aktien mit geringem Handelsvolumen teuerst und kann bei mehreren praktisch gleichzeitigen Aufträgen zu starken Kursanstiegen führen!
order
Vorteil: muß unverzüglich ausgeführt werden.
Nachteil: Bestens bedeutet insbesondere bei Aktien mit geringem Handelsvolumen eigentlich billigst und kann bei mehreren praktisch gleich-
zeitigen Aufträgen Kurseinbrüche auslösen!
Hexensabbat
Hexensabbat